Kollegen,Freunde,Fans

 

 

 

 

Foto: Walter Jankuhn (Mitte) mit 2 Freunden + Wappentieren: Hase, Frosch + Dackel”.

Tutti Ahrens (Jankuhn)

Walter Jankuhn und Frau “Tutti” (Karin) hatten beide viele Kollegen aus dem Genre Musik + Tanz – daraus entwickelten sich auch Freundschaften von denen einige davon viele Jahre überdauert haben – teilweise sogar den 2. Weltkrieg. Walter Jankuhn war ein ausgewiesener Vereins-Muffel und politisch wie religiös ungebunden, d. h. entsprechend war sein Freundskreis recht bunt. Bei offiziellen Anlässen zeigte er  zwar charmant Präsenz, brachte dergleichen aber meist lieber schnell hinter sich. Er genoss den Umgang mit Menschen und Freunden lieber im privaten Kreis. Am glücklichsten fühlte er sich als Familien-mensch (zumindest nachdem er Vater wurde) – was ihm keiner zutraute. Sein einziges Hobby außer Musik war “Kochen” –  zusammen mit seinen Künstlerkollegen. Der Koch-Club war der einzige Verein dem Jankuhn je beigetreten ist! Dort hat er dann allerdings sogar einmal einen offiziellen Preis für eine Soßenkreation gewonnen- wie überliefert ist. Promi-Kochshows sind also keine Erfindung des deutschen TV. Mitwirkende Künstler waren damals u.a. Frida Richard, Gustl Starck, Edith Schollwer, Georg Alexander …

Lisa Schneider

Mit einigen der befreundete Kollegen hat W. Jankuhn gemeinsam auf der Bühne gestanden, andere gehörten zu den Strippen-ziehern hinter den Kulissen: Darunter Regisseure, Komponisten, Bühnenbildner aber auch Tänzer/innen aus dem Bekanntenkreis von Frau Tutti Jankuhn (Ahrens). Zum Beispiel die junge Künstler-Muse + Tänzerin Lisa Schneider, die später i.d. 60er Jahren in ihrer Wahlheimat Rom für Skandale sorgte. Sie wohnte nach dem Krieg zur Not erstmal 1/2 Jahr bei der Familie JANKUHN in Berlin-Schöneberg, wo sie für den Junior gelegentlich das Kindermädchen spielen durfte. 1960 dann spielte Sie aber tatsächlich als Starlet in dem Fellini Film “la dolce vita” mit (+ Mastroianni /Ekberg) . Später verklagte sie öffentlichkeits- wirksam die berüchtigte Malerin Novella Parigini wegen einem umstrittenen Halbakt-Portrait von ihr – welches in dem bekannten römischen Night-Club JICKY aushing – und in den Gazetten abgebildet wurde. Nach dem 2. Weltkrieg wurde gelegentlich auch “JANKUHN-Junior” mal mit zu einer Theaterprobe des Vaters genommen oder aber er drufte die Mutti vom Ballett abholen. Auch dabei wurden neue Bekanntschaften geschlossen. Insbesondere mit den Nachwuchskünstlern (innen) die neu zur  Bühne drängten. Diese nutzten schonmal gerne die Gunst ihrer etablierten Vorbilder damit zu gewinnen – indem sie den Junior “verhätschelten”, was aber nicht immer gut beim Junior ankam – denn welch “Berliner Junge” läßt sich schon gerne von jedem Fan wie eine Puppe begrabschen ? (Foto: Mutter Jankuhn+ Kind). Ein anderer namenloser JANKUHN Verehrer, hat nach der Foto-Vorlage einer  Autogrammkarte ein ganzes Gemälde von “Walter Jankuhn” angefertigt. Leider hat der Maler sein Gemälde nicht signiert und seine Identität ist ungeklärt. Es muss sich aber um einen jüdischen Verehrer gehandelt haben, denn die Rückseite der Leinwand besteht kurioser Weise aus “althebräischen Schriftzeichen” – welche die Redaktion nicht entziffern kann. Offensichtlich waren sie aber nicht von Wichtigkeit. (siehe Fotos)

Intensiven Kontakt pflegte W. Jankuhn zu den Komponisten: Nico Dostal und Emmerich Kalmann aber auch dem Berliner Paul Lincke, natürlich zu Charell vom Großen Schauspielhaus Berlin, aber auch dem jungen Karl Heinz Stroux (Regie). Die Beziehung zur Operetten-Diva “Massary” war professionell aber von viel Sympathie und gegenseitigem Respekt geprägt. Herr Schmidt-Boelcke und Frau waren enge und wertvolle Freunde (Komposition),  Lisa Schneider (Künstlerin in Rom) ehemalige Tanzpartnerin von Frau Jankuhn. Auch mit Willy Schäffers – Szöke Szakall – Lilian Harvey – Erik Ode + Julius Brandt pflegten Herr + Frau Jankuhn mehr als bloße Berufsfreundschaften.Mit Franz Marszalek (Dirigent), M. Plugmacher (österr. Komponist) überdauerte die Freundschaft auch den 2. Weltkr. Sabine Ress (Ballett-Lehrerin), Emmy Wöbbeking (Mellini-Theater, Hann.), Mizzy Metelka (Bühne) – blieben immer enge Freunde der Familie Jankuhn. Nachfolgend einige Archivfotos diverser Künstlerfreundschaften (Foto: I. Wimmer, W. Jankuhn).

Franz Marszalek

Dirigent Pflugmacher "Pflugi" Rundfunkorchster Dirigent Franz Marszalek (links) und später auch der Österreicher Max Alexander Pflugmacher ( Dirigent + Komponist) – beide bakannt aus unzähligen Aufführungen, Filmmusik etc

 

Paul Lincke

Paul Lincke, dessen Glückwünsche zur Hochzeit von Walter Jankuhn mit Tutti (Ahrens) erreichte das Brautpaar erst über Umwege in Innsbruck. Zum 70. Geburtstag von Paul Lincke hatte man gemeinsam die Premiere seiner Operette FRAU LUNA gefeiert.

 

 

 

 

 

Foto: W. Jankuhn (stehend) private Feier mit Berliner Theaterfreunden (???) Foto links : Szöke Szakall – Kollege und Freund Herr Schmidt-Boelke und Frau + Walter Jankuhn waren Dutz-Freunde und auch für ernsthafte Gespräche immer offen und verfügbar.  lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll  , Foto rechts: W. Jankuhn und seine Frau TUTTI mit Freunden vom CARISE Ballett an der Nordsee (???)

Schäffers / Jankuhn

 

 

 

 

 

Der Komiker Willy Schäffers, Prof. Dr. Alsberg und Walter Jankuhn waren gut befreundet und keine Kinder von Traurigkeit, das bekam auch das Berliner Nachtleben manch-mal zu spühren, wie die Widmung v. Alsberg auf Schäffers Autogrammkarte bestätigt. Tragisch der Selbstmord des jüdischen Strafrechtlers Dr. Alsberg, der vom NS Regime in die Schweiz vertrieben wurde (Gedenktafel v. 2001). Alsberg war auch ein bekannter Schriftsteller und Film Autor und mit der wunderbaren Gesellschaftsjournalistin “Ola Alsen” verheiratet.

Rückseite / Widmung v. Dr. Alsberg

 

 

Paul Wegner, der nur Theater spielen wollte, wenn er nicht den “Heil Hitler”-Gruß machen muss, nannte seinen neuen Direktor am Nollendorf-Theater “Walter Jankuhn” liebevoll: “meinen wunderbar meschuggenen Direktor!

 

 

Auch W. Jankuhn’s Frau “Tutti” brachte prominente Freunde, wie  “Lilian Harvey“: Filmstar + Tänzerin in den Freundeskreis mit ein.”Siegfried Arno“, der Kollege von Walter Jankuhn bei CHARELL kannte und schätzte Tutti Ahrens (d.h. Frau Jankuhn in spe) schon  lange bevor Walter Jankuhn sie entdeckte.

 

 

 

 

 

 

 

< Kollege: Der Komiker”Martin Kettner“, ein Jankuhn-Bewunderer. ebenso wie das Unternehmer Ehepaar im Cabrio.

< Eric Ode + Lill Sweet.  Walter Jankuhn hat den Kollegen Eric Ode schon aus der Zusammenarbeit bei CHARELL schätzen gelernt. Als Direktor am Nollendorf-Theater engagierte er Eric Ode direkt für die neue Nico Dostal-Operette CLIVIA.  Es wurde auch gemunkelt, dass, bevor Walter Jankuhn seine Frau “Tutti” geheiratet hat, eigentlich Eric Ode ihr Favorit war. Nur ein Teil der großen deutschen Künstlerschar war nach dem 2. Weltkrieg noch in Deutschland aktiv und intakt, nicht alle hatten den Krieg unbeschadet überstanden. Dafür entstanden ganz neue Künstllerfreundschaften

 

(> Foto unten : 1950 in Bad Pyrmont = Harry + W. Jankuhn).

Das rechte Foto zeigt Walter Jankuhn (vorne) mit Frau Tutti (geb. Ahrens) und zwei Freunden im Urlaub.

 

 

 

 

 

 

An dieser Stelle eine Hommage der Redaktion : mit einem vielleicht gewagtem Vergleich, der aber sicher den Beifall von Walter Jankuhn und seinem Künstlerkreis gefunden hätte: Es handelt sich um die Szene aus dem Fantasy Film: “Das fünfte Element” (den es damals noch nicht gab) : Die Szene wirkt wie eine Karikatur des “Angriff’s der NAZI-Schergen auf die in ein KDF-Korsett gezwungenen Künstler” – im Film zwar Fiktion – aber eine gelungene (sicher nicht beabsichtigte) Persiflage auf die” bösen Nazis und das sinkende KDF-Traumschiff: Operette” .

siehe Link> (youtube video >:

http://www.youtube.com/watch?v=mthh_okDjcU&list=PL2CA69CED7E4577AA&index=6

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